Globalization
Täufer
Täufer ( Wiedertäufer oder Anabaptisten) ist die Bezeichnung einer vielschichtigen christlichen reformatorischen Bewegung, die im ersten Viertel des 16. Jahrhunderts in Zürich ihren Anfang nahm, sich auf unterschiedlichen Wegen zunächst in der Schweiz und dann im süddeutschen und niederländisch-norddeutschen Raum ausbreitete und innerhalb weniger Jahre trotz massiver staatlicher und kirchlichen Verfolgungen zu einem bedeutenden europaweiten Zweig der Reformation entwickelte. Als Gründerväter der Täuferbewegung gelten unter anderem frühere Weggefährten Zwinglis wie Konrad Grebel, Felix Manz und Jörg Blaurock. Sie forderten die sofortige Herstellung einer staatsfreien evangelischen Kirche nach dem Vorbild des Neuen Testaments. Nach täuferischer Sicht war die neutestamentliche Gemeinde jedoch nicht nur eine staatsfreie Kirche, sondern auch Gemeinschaft der Gläubigen. Deshalb verwarfen sie die Säuglingstaufe, für die es nach ihrem Verständnis keinen Beleg in den Schriften des Neuen Testaments gab. Sie tauften nur solche, die die Taufe persönlich begehrten, und nahmen nur Menschen in ihre Gemeinden auf, die sich als Gläubige hatten taufen lassen.
INHALT
Die Geschichte spielt im westfälischen Münster des 15. Jahrhunderts. Die Wiedertäufer , eine religiöse Vereinigung unter der Führung von Jan Matthison ziehen in die Stadt ein. Sie gewinnen mit Redegewandtheit und eingängigen Parolen immer mehr Anhänger. Wenn die Wiedertäufer auch den Bürgermeister Knipperdolinck "auf ihre Seite ziehen können" mit Hilge von Johann Bockelson von Leyden, ein am Hof des Bischofs gescheiterter Schauspieler, erlangen sie auch politische Macht in Münster. Andersgläubige werden hingerichtet oder aus der Stadt vertrieben. Zu diesen gehört auch der Bischof, Franz von Waldeck, welcher bereits 99 Jahre, 9 Monate und 9 Tage alt ist. Der Bischof wird vor die Tore der Stadt geflüchtet und stellt ein Heer auf, um Münster von den Wiedertäufern zu "befreien". Von nun an belagert er die Stadt...